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Fünf
Jahre Arbeit stecken hinter der großen Ausstellung über den Pharao Tutanchamun.
Nahezu 40 Frauen und Männer arbeiteten in Werkstätten
bei den Pyramiden in Gizeh mit wissenschaftlicher Begleitung
und außergewöhnlichem Präzisionsanspruch an eintausend origianlgroßen
Kopien.
Die Repliken des Grabschatzes Tutanchamun in
Zürich im Toni-Areal auf über 4.000 m² nehmen ihre
Besucher zielsicher mit auf eine beeindruckende
Reise ins Tal der Könige und geben einen bewegenden
Einblick in die Kultur und Geisteswelt des antiken
Ägyptens
Den
Eingang der Schatzkammer bewachte dieser lebensgroße
Schakal. Er ruht auf einem vergoldeten Schrein
in Form einer Kapelle voller Schmuck, Amuletten,
Alabasterschalen und anderen wertvollen Gegenständen
der Bestattungsrituale
Hier
im Eingangskorridor des Grabes fand das letzte
Bankett der Trauergesellschaft statt
hölzerne Wächterfigur
in Lebensgröße
 

Wegzehrung
für die lange Reise ins Jenseits fanden sich
in über 100 Körben und 30 Weinkrügen.
Fleisch lagerte in insgesamt 48 weißen Kisten unter
der »Himmelskuh«, dem Ritualbett Tutanchamuns
v Der kleine goldene
Thronsessel ist ein Relikt aus der Zeit, als Tutanchamun
- damals noch Tutanchatun - mit neun Jahren
König wurde. Die Szene auf der Vorderseite der Lehne
zeigt, wie Tutanchamuns Gemahlin, Schwester und
Halbschwester Anchesenamun - »sie lebt für Amun«
- ihm
Salbe auf seine Schulter streicht. Anchesenamun war
die Tochter Echnatons und der Königin Nofretete.
Tutanchamuns Eltern waren vermutlich Echnaton und
seine Nebenfrau Kija.
Alle Originale werden im Ägyptischen Nationalmuseum in Kairo
aufbewahrt
Die Mumie von Tutanchamun
selbst ist als einzige
Mumie der ägyptischen Könige
heute wieder in ihrem Grab im Tal der Könige. Umgebettet in einen klimatisierten Glassarg
soll sie ihn vor Witterungseinflüssen und Keimen
schützen.
w Reich
verzierte goldenen Sandalen sind bemalt mit Widersachern
des Königs - gefesselte Feinde, auf die er buchstäblich
mit Füssen tritt. Sie zeugen von hoher Kunstfertigkeit
vor mehr als 3.500 Jahren und sind wohl die ersten Flip-Flops der Geschichte
aus dem 14. vorchristlichen Jahrhundert.
 v
Der
Streitwagen als Statussymbol und Staatskarosse des Königs
diente mit seinen sechs
Speichen vermutlich auch als - zumindest von der Bauart her (einachsig)
- militärisch und für die Jagd genutzter Karren.
Tutanchamun
starb mit 19 Jahren aus bis heute ungeklärten Gründen.
Die Folgen eines Unfalls beim Wagenrennen oder ein
Jagdunfall könnten
eine mögliche Ursache seines frühen Todes gewesen
sein. Nach ersten CT unterstützten wissenschaftlichen
Untersuchung 2005 geht man von schweren Entzündungsprozessen
aus als Folge von Verletzungen des linken Beines. Jüngsten
Erkenntnissen folgend könnten derartige Verletzungen
vor dem Tode Tutanchamuns offensichtlich nur durch einen schweren Unfall verursacht worden sein.
Eine »spektakuläre« unnatürliche Todesursache hingegen
durch Mord sei eher auszuschließen.
Ein lichterfülltes Jenseits
soll »Tut« beschert sein. Gold dominiert
als Farbe der Sonne, die mit ihren Strahlen den
Verstorbenen im Jenseits zu neuem Leben erweckt
Die
berühmte Totenmaske Tutanchamun w
Unter
den 5.900 Objekten des nahezu vollständig erhaltenen
Grabschatzes, prunkvoll ausgesrüstet mit
allen Ritualen und königlichen Beigaben,
befinden sich reiche Vergoldungen der Schreine und
hölzernen Götter- und Königsstatuetten s  
v
Anubisschrein
Auf dem Deckel des tragbaren Schreines liegt in
Wächterfunktion der ägyptische Gott der Totenriten Anubis in Gestalt eines Hundes
Geschnitzte und mit geschwärztem Gips überzogene
Holzfigur. Die Augen sind aus Kalkspalt und vulkanischem
Gesteinsglas, Ohren, Augen
und Halsbinde mit Gold überzogen
Die vier Horussöhnen Amset (Leber), Duamutef (Magen),
Hapi (Lunge und Milz) und Kebeschenuef (Eingeweide) sind
den Himmelsrichtungen zugeordnet s
Die
vier göttlichen Beschützerinnen Isis, Nephthys, Neith und Selket
  
Kanopenschrein und Kanopen-Kasten
Vier Alabaster-Büsten mit weiblichen
Antlitz und pharaonischen Insignien - vermutlich
der König selbst - dienen als Deckel zum
Verschließen der vier senkrechten krugähnlichen Fächer im Inneren des Kanopen-Kastens. Der
wiederum wurde im Inneren des Kanopenschreins von
vier Göttinnen mit ausgebreiteten Armen von außen
bewacht. Die vier
kleinen Miniatursarkophage und Gottheiten aus Gold – zwei davon auf dem Bild ganz rechts zu sehen
- bewahrten und beschützten hier tief im Innersten des
Schreins
die Eingeweiden des Königs auf. 
 Etwa
30 Repliken von Götter- und Königsstatuetten
frei aufgestellt auf einem 12 Meter langen Tisch
Statue der Göttin Sachmet
w Die »Mächtige« mit Löwenkopf
garantiert in königlichen Bestattungsritualen den Fortbestand
der königlichen Macht  

v
Figur der den König in den Himmel
emporhebenden Göttin Menkeret Die »Sonnenmutter«,
die das »Sonnenkind« in den Himmel hebt
Standarte
des Sopdu-Falken w Lokalgott
in Gestalt eines liegenden Falkens, der die östliche
Wüste Ägyptens bewachte

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